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Anzahl der Muslime im Feldzug von Uhud und die daraus gewonnenen Lektionen

► Frage:

Wie viele Muslime nahmen am Feldzug von Uhud teil? Gewannen die Muslime zu guter Letzt die Schlacht?

► Antwort:

Der Lobpreis gebührt Allâh und möge Allâh Seinen Gesandten sowie dessen Familie und Gefährten in Ehren halten und ihnen Wohlergehen schenken!

Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) zog mit seiner Armee nach Uhud. Als er in der Mitte zwischen Madîna und Uhud war, kehrte der Anführer der Heuchler Abdullâh ibn Ubayy mit etwa einem Drittel der Soldaten zurück. Ibn Al-Qayyim erwähnte in seinem Werk Zâd Al-Ma’âd, dass nach der Rückkehr von ibn Ubayy und dessen Anhänger etwa siebenhundert Mann, darunter fünfzig Reiter, beim Gesandten Allâhs (möge ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) geblieben sind.

Am Anfang dieser Schlacht war der Sieg auf der Seite der Muslime, aber als die Bogenschützen die Anweisung des Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) missachtet und ihre Stellungen verlassen hatten, umringten die Polytheisten sie und besiegten sie wegen ihres Fehltritts.

Der Scheich des Islam Ibn Taimiya sagt in seinem Werk Al-Fatâwa Al-Kubrâ: „Manchmal widerfuhren den an Allâh und Seinen Gesandten Glaubenden Unglücksfälle infolge ihrer Sünden und nicht auf Grund ihres Gehorsams gegenüber Allâh und Seinem Gesandten, wie z. B. das Unglück, das ihnen am Tag von Uhud infolge ihrer Sünden widerfuhr. Dies geschah nicht deswegen, weil sie dem Gesandten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) folgten.“

Aus der Niederlage der Muslime in diesem Feldzug kann man folgende Lehren ziehen: Die Gläubigen werden auf ihren Glauben geprüft, damit sie wissen, dass der Gläubige, wenn er sich für die Religion Allâhs einsetzt, einmal die anderen besiegen und ein anderes Mal von den anderen besiegt werden wird. Dadurch wird Allâh auch Märtyrer aus den Reihen der Gläubigen nehmen, die Heuchler entlarven und die Feinde des Islâm vernichten. Allâh der Erhabene sagt dies in Seinem Offenbarungsbuch: „Und was euch an dem Tag traf, da die beiden Heere aufeinandertrafen, so (geschah) das mit Allâhs Erlaubnis, – damit Er die Gläubigen kennt und damit Er diejenigen kennt, die heucheln, …“ (Sûra 3:166-167). Weiterhin sagt der Erhabene: „Wenn euch eine Wunde zugefügt worden ist, so ist dem (ungläubigen) Volk schon eine gleiche Wunde zugefügt worden. Und diese Tage (des Kriegsunglücks) lassen wir unter den Menschen wechseln, – damit Allâh diejenigen, die glauben, kennt und (damit) Er Sich von euch (Blut)zeugen nimmt. Und Allâh liebt nicht die Ungerechten.“ (Sûra 3:140).

Der Sieg der Muslime im Feldzug von Badr war ein Segen und eine Barmherzigkeit und ebenso ihre Niederlage bei Uhud.

Ibn Taimiya sagt in seinem Werk Al-Fatâwa Al-Kubrâ: „Dass Allâh den Muslimen zum Sieg verholfen hat, war genauso eine Gunst und Barmherzigkeit für die Muslime wie ihre Niederlage am Tag von Uhud.“

Und Allâh weiß es am besten!

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